Mittwoch den , 29. Oktober 2025
«Hallo Biber … und was nun?» Bibervortrag
im Hirschensaal von Andreas Moser, bekannt aus der Sendung «Netz Natur» von SRF.
Ein Notfall verhinderte, dass Andreas Moser seinen Vortrag halten konnte. Stattdessen durften wir auf der Grossleinwand einen spannenden Film über die Biber geniessen. Rund 120 naturinteressierte Personen schauten sich den ca. 60 dauernden Biber Film von Andreas Moser an.
Nathalie Séchaud, Fachfrau in der Naturstation Selberweide informierte anschliessend über die Biberarbeit und beantwortete kompetent Fragen aus dem Publikum.
Staunend standen interessierte Besucher und Besucherinnen um das Biberfell und die vier messerscharfen Schneidezähne, deren Vorderseite sich durch Einlagerung von Eisenoxyd orangerot verfärben. Trotz des kurzfristigen Programmwechsels war es ein rundum gelungener Abend.
Andreas Moser hat versprochen, einen Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Wir freuen uns schon jetzt darauf, den kompetenten Biologen bald wieder bei uns in Egg begrüssen zu dürfen.
Bis 1958 war die Schweiz ganze 150 Jahre lang biberfrei. In ganz Europa waren die Tiere damals fast ausgerottet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man jedoch, die Biber wieder anzusiedeln – mit Erfolg. Heute leben hierzulande wieder rund 5`000 Tiere. Im Kanton Zürich leben etwa 441 Biber ( 2021/22) in 133 Revieren. Am Greifensee sind 5 Standorte bekannt. Den Nagern scheint es gut zu gehen, auch wenn ihr Fleiss nicht überall willkommen ist.
Biber gestalten ihre Umwelt ganz nach ihren Bedürfnissen: Sie stauen Bäche, fluten Felder und untergraben Wege. Das sorgt immer wieder für Spannungen zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Grundeigentum. Seit ihrer Wiederansiedlung stehen die Tiere jedoch unter Schutz – was die Frage aufwirft, wie Mensch und Biber künftig zusammenleben können.
Der Biologe und Dokumentarfilmer Andreas Moser und sein Team sind den Bibern in der Schweiz, Deutschland und Polen auf der Spur. Ihr Film zeigt eindrucksvoll, wie die Tiere leben, die Landschaft verändern und neuen Lebensraum für viele andere Arten schaffen – aber auch, welche Konflikte entstehen und wie sie gelöst werden können.
Text: Roland Süess
Bilder: Roland Süess / Stefan Schneider
©NHVE, Natur- und Heimatschutzverein Egg, Glärnischstrasse 10b, 8132 Egg / aktualisiert am 10.6.2026
